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von Bürgermeister Uhlenbruch

Bürgermeister informiert KW 20: Neugestaltung Kirchenumfeld in Tettingen + Engere Zusammenarbeit bei Tourismus und Marketing

In Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde St. Remigius Tettingen wird in Absprache mit dem Landeskonservator und dem Bischöflichen Generalvikariat die Errichtung eines behinderten-gerechten Zugangs und somit auch die Neugestaltung des Kirchenumfeldes in Tettingen-Butzdorf umgesetzt.  Die geplante Neugestaltung beinhaltet auch die Sanierung der Eingangstore und verschiedene Verschönerungsmaßnahmen. Die Finanzierung der Baumaßnahmen soll aus „Fördermitteln der Dorferneuerung“ und Eigenmitteln der Kirchengemeinde erfolgen. Entsprechende Bewilligungen und Förderzusagen wurden bereits in Aussicht gestellt.

Zur Realisierung des behindertengerechten Zugangs soll an der südlichen Gebäudeseite eine 15 m lange und 1,5 m breite Rampe zum Seiteneingang angelegt werden. Für eine entsprechende Zuwegung und die Bereinigung der aktuell vorhandenen Bebauung sowie die Einrichtung eines notwendigen Schutzstreifens um das Gebäude benötigt die Kirchengemeinde eine zusätzliche Fläche von ca. 100m². Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung am 11. April 2019 einstimmig den Beschluss zur Veräußerung der benötigen Fläche aus dem angrenzenden Friedhofsgelände der Gemeinde Perl an die Katholische Kirchengemeinde St. Remigius Tettingen beschlossen. Der Bau- und Umweltausschuss hatte bereits am 11.12.2018 dem Vorhaben der Übertragung der benötigten Grundstücksfläche an die Katholische Kirchengemeinde St. Remigius Tettingen im Grundsatz zugestimmt. Der Ortsrat Tettingen-Butzdorf/Wochern hat am 21.02.2019 ebenfalls der Neugestaltung und der Veräußerung der Teilfläche zugestimmt.

Engere Zusammenarbeit bei Tourismus und Marketing

Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung haben zwölf Kommunen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg am 09. Mai anlässlich des Europatags für die Zukunft eine deutlich engere Zusammenarbeit in den Themenbereichen Tourismus und Marketing für das Dreiländereck vereinbart.

Mögliche Schwerpunkte für die zukünftige Zusammenarbeit wurden bereits im Vorfeld von den Bürgermeistern der zwölf Gemeinden festgelegt. Gewünscht ist eine gemeinsame Vermarktung der grenzüberschreitenden Tourismus- und Freizeitangebote sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte und Veranstaltungen. Dabei sollen touristische Gäste ebenso wie die Bürger der Region beispielsweise anhand einer gemeinsamen Internetplattform über Angebote und Events im Dreiländereck informiert werden. Weiter sollen neben der gemeinsamen Vermarktung auch Veranstaltungen und Projekte wie zum Beispiel ein grenzüberschreitender Wanderweg oder Schüleraustauschprogramme umgesetzt werden.

Stärkung der bestehenden Freundschaften
Formuliertes Ziel der Vereinbarung ist die Stärkung der bestehenden Freundschaften und die gemeinsame Präsentation der Gesamtregion nach innen und außen. So sollen sich „die touristischen Chancen erhöhen, des Weiteren wird dadurch ein Zusammenwachsen der Region angestrebt“, heißt es in der Absichtserklärung. Mit dabei sind die Gemeinden Perl und Mettlach sowie die Kreisstadt Merzig, hinzu gesellen sich die französischen Gemeinden Apach, Contz-les-Bains, Rustroff, Sierck-les-Bains und Rettel. Auf Luxemburger Seite beteiligen sich die Gemeinden Dalheim, Mondorf-les-Bains, Remich und Schengen.

Absichtserklärung im Europäischen Museum
Zur Unterzeichnung trafen sich die Vertreter der Gemeinden am vergangenen Donnerstag im Europäischen Museum in Schengen. Ort und Tag zur Unterzeichnung waren nicht zufällig gewählt. Am 9. Mai gedenkt die Europäische Union (EU) der Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950. An diesem Tag schlug der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede die Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vor, deren Mitglieder ihre Kohle- und Stahlproduktion zusammenlegen sollten. Diese Erklärung gilt zusammen mit der Freigabe des freien Personen- und Güterverkehrs in den drei Nachbarländern Belgien, Luxemburg und den Niederlanden von 1958 als Grundstein für das Schengener Abkommen, das am 14. Juni 1985 in Schengen besiegelt wurde. Anlässlich des Europatages besuchten viele Schulklassen und Touristen das Dreiländereck, um auf den Spuren des Schengener Abkommens zu wandeln und sich über dessen Entstehung zu informieren. In Luxemburg war der Europatag in diesem Jahr erstmals ein Feiertag.

Ein Zeichen für ein vereintes Europa
„Wir haben die Menschen der Region gern“, sagte Michael Gloden, Bürgermeister von Schengen in seiner Ansprache, „wir kommen alle aus der Region und wollen unsere Vorstellungen eines vereinten Europas vermitteln.“  Diese Vereinbarung ist ein wichtiges Zeichen für die Zusammenarbeit und den Zusammen-halt in der Region. Die kleinen Kommunen im Dreiländereck machen vor, wie ein gelebtes Europa funktionieren kann.

Die Idee, die Marketing- und Tourismusbeauftragten der Gemeinden stärker zusammenarbeiten zu lassen, ist grundsätzlich nicht neu, wie Bürgermeister Gloden weiß. „Seit Jahren wollen wir stärker zusammen-arbeiten, aber es mangelte an der Zeit“, berichtete er. Es sei schwer, alle Bürgermeister-Kollegen zu einem Termin an einen Tisch zu kriegen. Im März klappte es dann. „Zusammen mit den Vertretern der touristischen Abteilungen wurden die Ziele erarbeitet und jetzt präsentiert“, sagt er. Neben der Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für die Sehenswürdigkeiten stehen die Gewinnung von Übernachtungsbetrieben, Bus- und Schifffahrtsunternehmen sowie eine gemeinsame Veranstaltung in Form eines Brückenfestes auf der Agenda für die nächsten Jahre.

Ralf Uhlenbruch
Ihr Bürgermeister in der Gemeinde Perl

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